Turnstile habe ich erst spät, erst Ende 2021 entdeckt. Da tauchte ihr Album „Glow On“ schon in allen Jahresbestenlisten ganz oben oder zumindest ziemlich weit oben auf. Für eine Hardcore Punk Band ist das doch ziemlich bemerkenswert.
Ganz ohne Publikum und den für Turnstile üblichen Moshpit (checkt unbedingt das Video von ihrer Release-Show) haben Turnstile bei ihrem NPR Tiny Desk Home Konzert ihren energiegeladene Hardcore in sieben Songs vom akuellen Album über 17 Minuten umgewandelt, die von einer Kunstinstallation von John Scharbach mit ausgestopften Tieren umrahmt werden.
In der zweiten Hälfte ihrer Performance bringt Turnstile die Reihenfolge durcheinander: „MYSTERY“ verwandelt sich in eine Fender-Rhodes-Ballade, bevor er in „T.L.C. (TURNSTILE LOVE CONNECTION)“ übergeht – vielleicht nicht der erste Hardcore-Kracher, der auf Sly and the Family Stone verweist, aber mit Sicherheit einer, der durch Gang-Vocals aufgewertet wird. Am Ende des Sets verlieren Sänger Brendan Yates und Bassist Franz Lyons die Blood Orange-Verse aus der Studioaufnahme von „ALIEN LOVE CALL“, um über die existenzielle Phrase zu meditieren: „Can’t be the only one“. Großartig!
Setlist:
„ENDLESS“
„UNDERWATER BOI“
„BLACKOUT“
„DON’T PLAY“
„MYSTERY“
„T.L.C. (TURNSTILE LOVE CONNECTION)“
„ALIEN LOVE CALL“